Godless (2017)

Miniserie, 7 Folgen

CN (für die Serie, nicht für den Text): Tote Menschen, inklusive Kinder und Babys, Vergewaltigung, Mord, körperliche Gewalt

Achtung, Spoiler.

Ein Mann reitet durch gelben Staub, so dicht, dass sich die Szene vor ihm nur langsam ergibt. Es ist ein grauenvoller Anblick, ein Dorf zeichnet sich ab, tote, verbrannte Menschen liegen wie vergessen auf den Wegen, unter ihren toten Pferden, in den Eingängen ihrer noch schwelenden Häuser. Lautlos reitet der Mann mit seinem Gefolge durch die Szene, nur eine Stimme ist zu hören, die ein klagendes Lied singt. Sie gehört der einzigen Überlebenden dieses Massakers, einer jungen Frau, die ihren toten Ehemann wiegt und ihm ein Schlaflied singt.

Diese beeindruckende Szene ist das Intro der Western-Serie „Godless“ aus dem Jahr 2017. In der ersten der insgesamt sieben Folgen, die jeweils 60-90 Minuten dauern, werden die drei Hauptgeschichtsstränge vorgestellt: das Massaker in dem Ort Creede und seine Verursacher, der gewissenlose Frank Griffin und seine Bande von 30 verwahrlosten Männern. Griffin ist angeschossen und verliert in der Eingangsszene seinen linken Arm. Der zweite Handlungsstrang umfasst eine weiße Frau (Alice) und ihren jugendlichen, indigenen Sohn (Truckee) auf einer windigen Farm, die in der Nacht von einem verwundeten Reiter überrascht wird, den sie im Affekt anschießt, anschließend aber versorgt und vorerst aufnimmt. Wie diese Geschichten zusammenhängen, bleibt zunächst offen. Der dritte und letzte Strang schließlich beginnt mit Sheriff Bill McNue, der von einer Reise in den Ort La Belle zurückkehrt, wo er von den Bewohnerinnen mit Spott und Ablehnung empfangen wird. Die Rückkehr des Sheriffs dient hier zur Vorstellung des Ortes; indem er durch ihn reitet, wird dem Publikum eben jene Gemeinde vorgestellt: man sieht Frauen, die von der Jagd kommen zu scheinen, Frauen, die gemeinsam ein großes Gebäude (eine Kirche?) errichten. Frauen in ungewöhnlichen Rollen. Überhaupt scheint es in dem Ort hauptsächlich Frauen zu geben. Im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt der Betrachter, dass vor ein paar Jahren bei einem Unglück in der Miene nahezu alle Männer an einem Tag gestorben sind und ihre Witwen jetzt unter sich in La Belle leben.

Eine Chance für die Frauen

Der Sheriff selbst wird zuhause von seiner Schwester empfangen, wo er herkommt und warum er seine Aufgaben vernachlässigt, erfährt man erst nach und nach. Seine Schwester, Mary-Agnes trägt die Hosen ihres verstorbenen Mannes und auch seine Waffen und scheint sich darin ziemlich wohl zu fühlen.

Sind das Alberts Hosen, die du da trägst?“

Jetzt nicht mehr.“

Trägst du etwa auch seinen Hut?“

Und sein Gurtzeug.“ (verweist auf ihre Waffe)

Erklärst du mir auch, warum?“

Jemand muss hier nach dem Rechten sehen.“

Du siehst albern aus dadrin.“

Hattest du je ein Kleid an, Bill?“

Nein. Hab auch nicht vor, eins anzuziehen.“

Solltest du aber. Du solltest jetzt auf der Stelle ein Kleid anziehen und dich noch in so ein verdammtes Korsett zwängen.“

Links und oben rechts: Mary-Agnes kommt auch ohne Bruder und Ehemann gut zurecht. Unten rechts: die hübsche Lehrerin Kelly Dunn

Mary-Agnes hat der Abwesenheit ihres Bruders seine Rolle übernommen und macht nicht den Eindruck, als sei sie besonders erbaut über seine Rückkehr. Sie hat alles im Griff, klärt die Geschäfte und kümmert sich sogar noch um seine Kinder, die er nicht mal wirklich begrüßt. Mary-Agnes ist neben Alice von der Farm die zweite starke Frauenfigur in dieser Geschichte. Sie packt an, sie ist sich für nichts zu schade. Für Mary-Agnes hat sich das Leben nach dem Tod der Männer und der quasi-Auflösung patriarchaler Verhältnisse in ihrer Gemeinde (die wenigen, überlebenden Männer sind alt oder nach dem Unglück wahnsinnig geworden) verbessert, sie kann ihre Führungsqualitäten einbringen und sich frei entfalten, ohne irgendeiner aufgezwungenen Rolle gerecht werden zu müssen. Ganz ähnlich empfindet es die hübsche Lehrerin des Ortes, Kelly Dunn, mit der Mary-Agnes ein Verhältnis hat.

Miss Dunn? So eine hübsche Lehrerin wie Sie habe ich noch nie getroffen.“

Vielen Dank, Sir.“

Ach, ähm, hatten Sie schon immer den Wunsch, Kinder zu unterrichten?“

Nein, Sir. Ich war früher eine Hure. Mit dem Unterrichten habe ich angefangen, nachdem das Magdalena schließen musste und dann das Schulhaus nach einem Blitzeinschlag niedergebrannt ist und die alte Lehrerin darin umkam.“

Es waren offenbar nicht alle glücklich mit den Verhältnissen vor dem Unglück und manche sehen darin vielleicht sogar eine Chance, jetzt ein selbstbestimmteres Leben anzufangen. Andere Frauen allerdings haben eine gänzlich andere Auffassung der Situation und freuen sich auf die bevorstehende Ankunft der Männer, um endlich wieder „Spaß“ zu haben, was man ihnen auch nicht wirklich verdenken kann. Ob dafür aber Männer an sich nötig sind, zumal die, die kommen, eklig schmierige Rassisten sind, mit denen das Leben vermutlich nicht schöner wird, bleibt dahingestellt.

Atmosphäre und Emotionen

Zurück in der Geschichte auf der Farm. Hier sind die Bilder zunächst fast übersinnlich, was auch der Blick des verwundeten Reiters sein kann, der noch zwischen Leben und Tod schwebt und die Umgebung als nahezu unnatürlich begreift. Ayovi, die indigene Großmutter, neben Alice und Truckee die dritte Person in diesem Setting, tritt wie eine übernatürliche Erscheinung auf. Gefilmt aus einer extremen Untersicht, die die Perspektive des am Boden liegenden, noch namenlosen Reiters sein könnte (wir erfahren kurz darauf, das sein Name Roy Goode ist und er ursprünglich zur Bande von Frank Griffin gehörte), geht sie stark und ruhig auf ihn zu, fast wie eine göttliche, heilsbringende Erscheinung. Sie wird vom Wind umspielt und ist gegen das Licht gefilmt, das sie wie eine Art Aura umfließt und den Betrachter blendet. Sie schaut nach ihm, wirft ihm ein Hemd hin. Zu hören sind nur das Knarren der Stalltür und der ewige, ruhelose Wind. Sie spricht seine Sprache nicht und hat auch kein freundliches Wort für ihn.

Es wird ohnehin wenig gesprochen zunächst, man nimmt sich Zeit für Blicke und Gesten. Extreme Close-Ups von Gesichtern, Szenen in der Nacht, in denen der Großteil des Bildes in Schwärze gehüllt bleibt und nur ein Ausschnitt, ein Gesicht, von einer Lampe erhellt wird, lassen den Betrachter stark in die Geschichte eintauchen und eine nahezu haptische Erfahrung machen. Die Eingangsszenen auf der Farm gehören zu den visuell und atmosphärisch interessantesten in der Serie. Auch der erste Versuch Roy Goodes, aus seinem Lager im Stall aufzustehen und sich einen Überblick zu verschaffen, ist ähnlich gestaltet wie das Erscheinen Ayovis. Die Kamera begleitet ihn von hinten in einer starken Untersicht, die ihn riesig und unnatürlich gegen den bedrohlichen Himmel, den Wind und den gelblichen Staub der kargen Landschaft erscheinen lässt, zugleich wirkt er ungeschützt, der Naturgewalt ausgesetzt und orientierungslos. Man nimmt als Zuschauer wirklich seine Perspektive ein, auch emotional und fühlt sich ähnlich beklemmt und überfordert.

Links: Ayovi betritt den Stall. Rechts: Roy Goode versucht, sich einen Überblick zu verschaffen
Kein male gaze

Interessant ist, dass es keinen male gaze in der gesamten Serie gibt. Als male gaze wird eine Art bezeichnet, weibliche Charaktere zur Befriedigung eines männlichen Zuschauers zu inszenieren. Der Begriff geht auf die britische Filmkritikerin Laura Mulvey und ihren Essay „Visual pleasure and narrative cinema“ aus dem Jahr 1975 zurück. Sie erklärt, dass Frauen in vielen Filmen aus der Perspektive eines Mannes gezeigt werden, indem sie beispielsweise unnötig nackt oder nur gewisse, sexualisierte Teile ihres Körpers in Nahaufnahme, wie die Beine, Brüste oder Lippen gezeigt werden, ohne, dass es in der Szene unbedingt Sinn macht (außer für den heterosexuellen Blick auf diese Frauen).

In Godless gibt es diverse intime Szenen und eine einzige Sexszene. Von dieser sieht man allerdings kaum etwas und das meiste erahnt man nur. Gezeigt werden lediglich die nackten Oberkörper von Mann und Frau und man sieht die weibliche Brust auch, um eine Narbe zu zeigen, die in einer früheren Szene schon eine Rolle spielte, diese Darstellung hat also mehrere Funktionen. Dazu kommt, dass diese Szene von dem weiblichen Charakter angestoßen wird. Sie geht auf ihn zu, sie fasst ihn an, sie küsst ihn, sie zieht ihm sein Hemd aus und er lässt es geschehen. Sie betrachtet ihn als Objekt ihres Verlangens, sie möchte ihn berühren, ihn spüren. Sie entschließt sich von alleine dazu, ihr Kleid zu öffnen und ihm ihre nackte Brust (und ihre Narbe) zu zeigen.

In einer anderen Szene beobachtet ein männlicher Charakter einen weiblichen Charakter, während sie sich, ihm den Rücken zugewandt, auszieht. Eigentlich eine klassische male gaze-Szene, wird diese Situation absolut unsexuell und ohne Begehren oder Lust gezeigt. Sie ist einfach nur eine junge, kranke Frau, ihr Rücken von Pocken überzogen und er empfindet nichts als Ehrfurcht und Mitleid. Sie ist nicht sexy inszeniert, es kommt zu keinem intimen Moment, es folgt keine Sexszene. Die Szene bleibt einfach so stehen, es geht um nichts anderes.

Roy und Alice erleben zärtliche Momente

Komplexe Figuren, sensible Männer

Godless ist eine spannende Serie, die langsam erzählt wird und sich Zeit für das Kennenlernen ihrer Charaktere nimmt. Hier ist niemand wie erwartet und alle Figuren komplex. Leider kommen ausgerechnet die Schwarzen und Indigenen Charaktere etwas kurz in dieser Geschichte, da sich immer wieder auf den Hauptstrang, den Konflikt zwischen Frank Griffin und Roy Goode (beide weiße Männer) zurück besonnen wird. Der „böse“, klassische Antagonist, Frank Griffin, tritt zwar gewissenlos brutal auf, mordet und zeigt im Angesicht von Tod und Zerstörung nur Ignoranz bis hin zur Langeweile. Bei weiteren Szenen mit dieser Figur jedoch wird auch eine andere Seite gezeigt, ein Mitgefühl inmitten des Wahnsinns und ein Charisma, das einen in seinen Bann zieht. Man versteht, warum er so viele Männer um sich scharen konnte. Frank Griffin nimmt Außenseiter in seine Bande auf, davon gelaufene Kinder, zu deren „Daddy“ er sich erklärt. Mit Pferden ist er sanft, doch gebieterisch, im Angesicht von Krankheit und Leid ehrfürchtig und hilfsbereit, er ist selbstreflektiert, belesen und weiß genau, wie er zu dem wurde, der er ist. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, genauso unmenschlich und brutal zu agieren wie die Mörder, die einst seine Familie auslöschten.

Der Protagonist der Serie, ein junger Mann namens Roy Goode, wird, obwohl er vormals Teil der Bande von Frank Griffin war und auch selbst schon mordete, als ehrlicher, „guter“ Mensch dargestellt. Zwar der Held der Geschichte, ist er jedoch kein „klassischer Mann“. Er ist weder besonders groß noch stark. Sein Gesicht wirkt trotz des Bartes jugendlich, seine Gestalt schmal und eher schutzlos. Es gibt keine Szene, in der sein nackter Oberkörper oder seine Muskeln attraktiv in Szene gesetzt werden, sein Körper ist meistens durch losere, zu große Kleidung (auch mit mehreren Lagen) verhüllt. In der deutschen Übersetzung geht es leider verloren, doch im Originaldialog wird Roy Goode häufig als „boy“ oder „son“ bezeichnet, also „Junge“ oder „Sohn“, das unterstreicht nochmal seine Jugend und wie die Menschen um ihn herum ihn betrachten.

Also, ehrlich gesagt, machen Sie auf mich nicht den Eindruck eines Desperados, sondern eher eines Hilfsbedürftigen.“

Ja, Sir, da haben Sie Recht.“

Tja, wenn das wahr ist, Roy, wenn Sie Roy Goode sind, dann werden Sie sicher gehängt.“

Roy Goode ist weder besonders groß, noch stark. Selbst wenn sein nackter Oberkörper gezeigt wird, wird er nicht extra „maskulin“ in Szene gesetzt

In Rückblicken erfährt man die Geschichte Roy Goodes und es wird klar, dass er das große Opfer in dieser Erzählung ist und als Teil von Frank Griffins Band eigentlich nur um sein Überleben kämpfte. Die Figur von Roy Goode ist zwar die männliche Hauptfigur, allerdings wird er zum love interest1 von Alice, die ihn auf der Farm aufgenommen hat. Sie findet ihn anziehend, seine Verletzlichkeit wirkt attraktiv auf sie. Als Gegenleistung für seine Hilfe mit ihren Pferden bringt sie ihm Lesen bei. In den stillen Szenen des Lernens zwischen den Beiden entwickelt sich eine Intimität, die nur durch das Sich-öffnen Roys gegenüber Alice und das Zeigen seiner großen Schwäche möglich wird (es können alle anderen Charaktere lesen, nur er nicht). Der Zuschauer kann sich mit Hilfe von Detailaufnahmen von Gesichtern, warmem Licht als Insel in einem ansonsten dunklen Raum und der Kameraperspektive Normalsicht, auch eye level genannt, auf Augenhöhe mit den Charakteren begeben und ihre Interaktion ganz nah erleben. In diesen Szenen verändert sich das Machtverhältnis zwischen Alice und Roy, von love interest zu Kind-Erwachsene, da sie ihm überlegen ist, ihm etwas beibringen kann. Man hat in manchen Momenten das Gefühl, dass auch Alice sich darüber im Klaren ist und hin- und hergerissen ist zwischen ihrer Rolle als Lehrerin und (älterer) Frau und Person, die sexuell begehrt und sich nach Intimität sehnt.

Auch die weiteren, männlichen Figuren in dieser Serie sind keine Stereotype. Der Sheriff ist damit konfrontiert, dass er langsam erblindet und seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann, er fühlt sich nutzlos und als Versager. Sein Hilfssheriff ist ein Teenager, der mehr daran interessiert ist, mit dem hübschen Mädchen aus dem Nachbarort Zeit zu verbringen, als nach dem Rechten zu sehen. Er wird sowieso nicht wirklich ernst genommen. Die Männer, die in La Belle die Mine kaufen wollen, verhalten sich besitzergreifend und dominant, ihr Anführer ist ein schmieriger Rassist. Sie zeigen am ehesten das Rollenbild des „Männlichen“ und werden ausschließlich negativ dargestellt.

Entspannte Serie, hektisches Ende

Sechs der sieben Folgen dieser Miniserie sind, abgesehen von etwas übertriebener, unnötiger Gewalt besonders zu Anfang, wirklich wunderbar erzählt, doch die letzte Folge wirkt dann leider, als wollte man die Serie einfach schnell zu Ende bringen. Ob das Budget nicht mehr reichte oder welchen Grund es auch immer gab, alles, was vorher mühsam, langsam, mit Stille und Zeit für Details erlebt und erfahren wurde, rennt mit hastigem Blick auf die verbleibende Zeit der Folge auf ein leider relativ lahmes und erwartbares Ende zu. Die letzte Folge legt plötzlich ein Tempo vor, das die Serie bis dahin nicht nötig hatte. Offene, verflochtene Geschichtsstränge mit Entdecker-Potential laufen ins Leere oder werden mit einer schlechten Erklärung erledigt. Hauptsache, schnell abschließen. Hat Frank nun die an Pocken erkrankten Menschen in dem verlassenen Ort erschossen oder zeigte er Mitgefühl und blieb bis zum Ende bei ihnen? Wir werden es nie erfahren, dabei hätte doch grade diese Szene dem Zuschauer noch etwas über seinen Charakter erzählen können. Was ist mit den Rassisten, die die Mine kaufen und „endlich“ wieder MÄNNER in den Ort bringen wollten? Warum hat der Interessenskonflikt zwischen Mary-Agnes und ihnen nie irgendwo hin geführt? Am Ende verschwinden sie einfach mit den Pferden der Frauen im Wald und diese Szene dient als lahme Erklärung, warum Mary-Agnes und die anderen Frauen von La Belle nicht vor Frank fliehen können und es zum großen Endkampf zwischen ihnen kommen muss. Warum hat Roy Goode nicht ein einziges bisschen Gefühl, als er Frank erschießt, dessen Ziehsohn er schließlich war und mit dem er Jahre seines Lebens verbracht hat? Man hat auch zuvor manches Mal den inneren Zwiespalt dieser Figur gesehen und ihn an dieser Stelle derart rational auftreten zu lassen, ergibt für den Charakter keinen Sinn. Zugleich verpasst man die Chance auf einen emotionalen, dramatischen und mehrseitigen Klimax. Und wer hat denn eigentlich jetzt Alices Ehemann erschossen und warum?

Alle Zeit, die sich vorher für Gesten und Gesichtsausdrücke genommen wurde, vermisst man in dieser letzten Folge schmerzlich und sehr viele Fragen bleiben offen. Dazu kommt die ewige Schlachtszene am Ende der Folge. Seeeeeeehr lange Kampfszenen werden ja an sich schon meistens schnell langweilig, nur wenige meistern diese Kunst (Tarantino). Standard-Geballer, zersplitternde Fenster, rumfliegende Körper usw. etc. pp., alles schon hundert Mal gesehen und bietet auch keinen Überraschungsmoment mehr in dieser Geschichte. Das hätte man wirklich besser lösen können oder wenigstens kürzer und mehr auf den Punkt gebracht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Godless eine perfekte Serie hätte sein können, wenn man sich noch ein paar Folgen mehr Zeit gelassen hätte, um die Geschichte in Ruhe zu Ende zu erzählen. So wirkt es, als seien die Folgen 1-6 eine Serie und Folge 7 eine andere. Traurig, so viel Potenzial zu verschenken.

Quellenangaben
  1. als love interest wird meistens die weibliche Figur in romantischen Komödien bezeichnet, in die sich der meistens männliche Hauptdarsteller verliebt ↩︎